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Strahlenbelastung und Radioaktivität im Trinkwasser?

Strahlenbelastung  und Radioaktivität im Trinkwasser:

Bundesumweltiministerium hat Trinkwasserleitfaden zum Schutz vor Strahlenbelastungen aktualisiert

Einer Studie im Jahr 2009 zufolge ist die Strahlenbelastung des deutschen Trinkwassers mit Messwerten von durchschnittlich 0,009 Millisievert pro Jahr bei Erwachsenen und 0,08 Millisievert pro Jahr bei Säuglingen sehr gering (vgl. http://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/lebensmittel/trinkwasser/trinkwasser.html). Dennoch hat das Bundesumweltministerium die Erfordernis gesehen, den „Leitfaden zur Bewertung von radioaktiven Stoffen im Trinkwasser bei der Umsetzung der Trinkwasserverordnung“ zu überarbeiten. Er regelt nun die Umsetzung der bereits im Jahr 2015 auf Basis einer entsprechenden EU-Richtlinie geänderten Trinkwasserverordnung. Die Trinkwasserverordnung legt seither erstmals die Anforderungen an den Schutz der Bevölkerung hinsichtlich radioaktiver Stoffe im Trinkwasser fest und nennt u.a. konkrete Grenzwerte, Anforderungen an die Probennahme und erforderliche Überwachungsrhythmen.

Die Notwendigkeit für eine EU-weite Verschärfung der Trinkwasserrichtlinien ergibt sich nicht aus der in Deutschland insgesamt im unbedenklichen Bereich liegenden Strahlenbelastung des Trinkwassers, sondern vielmehr aus regional auftretenden Schwankungen, die z.B. aus unterschiedlichen geologischen Gegebenheiten entstehen: Ein hohes lokales Auftreten natürlicher Radionukleide, z.B. in den Gesteins- oder Bodenschichten der Grundwasserumgebung führt zu einer erhöhten Strahlenbelastung des Trinkwassers. Zum Schutze der Bevölkerung sind die grösseren Wasserwerke fortan dazu verpflichtet, solche erhöhten Werte schnellstmöglich zu erkennen und Massnahmen zu ergreifen, die die Einhaltung der seit 2015 gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte gewährleisten.

Der unter Federführung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfA) erstellte und im Februar 2017 vom Bundesumweltministerium vorgestellte Leitfaden gibt detaillierte Empfehlungen zur Untersuchung des Trinkwassers auf Radionukleide und der Bewertung der Ergebnisse. Sowohl den Vollzugsbehörden (z.B. den Gesundheitsämtern), als auch den zentralen Wasserversorgungsunternehmen, die der neuen Trinkwasserverordnung entsprechend bis 2019 dazu verpflichtet sind, das Trinkwasser nach einem bundesweit harmonisierten Verfahren zu untersuchen, stellt der Leitfaden damit konkrete Überwachungsparameter und Handlungsempfehlungen bei der Überschreitung von Grenzwerten zur Verfügung für die praktische Umsetzung der neuen Richtlinien. (vgl. http://www.bmub.bund.de/pressemitteilung/schutz-vor-radioaktiven-stoffen-im-trinkwasser/)

Haben Sie Fragen zur Strahlenbelastung Ihres Trinkwassers, zu Probennahmen und zu den in dem Trinkwasser im Raum Lampertsheim und Umgebung vorkommenden Radionukleiden? Sprechen Sie uns an: als zertifizierter Probenehmer und Spezialist in Sachen Trinkwasser steht Ihnen Zamann gerne mit Rat und Tat zur Verfügung!

Weitere Informationen und Downloads zum „Leitfaden zur Bewertung von radioaktiven Stoffen im Trinkwasser bei der Umsetzung der Trinkwasserverordnung“ finden Sie hier.