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Keine Uran Grenzwerte für natürliche Mineralwasser festgelegt

Uran Grenzwerte sind nur für Leitungswasser festgelegt, nicht für Mineralwasser

Schwermetalle im Trinkwasser:

Uran Grenzwerte gibt es nur fürs Leitungswasser, nicht für natürliches Mineralwasser.

Uran ist ein natürliches Element, das fast überall in der Natur vorkommt in unterschiedlichen mineralischen Verbindungen. Das Schwermetall befindet sich sowohl in der Luft, als auch im Wasser und im Boden und ist wasserlöslich, d.h. es wird von Oberflächengewässern und auch vom Grundwasser beim Über- und Durchfliessen von Gesteinsschichten automatisch aufgenommen. Doch nicht nur in natürlichem Gestein kommt das zwar nur leicht radioaktive, aber dafür umso giftigere Uran vor, auch in den meisten Phosphor-Düngemitteln ist es enthalten als ein natürliches Abspaltungsprodukt bei der Mineraldüngergewinnung.

Im März 2012 forderte das Umweltbundesamt eine strengere Regelung der Uran-Kennzeichnung und –Grenzwerte bei sogenannten P-Düngemitteln, da es bei der damaligen mittleren jährlichen Ausbringungsmenge von 167 Tonnen Uran (gemessen über 10 Jahre) auf landwirtschaftliche Flächen eine erhebliche Gefährdung der Grundwasserqualität befürchtete. (vgl. hier)

Die in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte für Uran liegen bei 10 Mikrogramm pro Liter, wobei Verbraucherschutzorganisationen zum gesundheitlichen Wohl von Säuglingen und kleinen Kindern deutlich niedrigere Grenzen von 2 Mikrogramm pro Liter fordern, da Uran vom Körper absorbiert wird und stark toxisch insbesondere auf die Nieren wirkt. (Vgl. z.B. https://www.foodwatch.org/de/informieren/uran-im-wasser/2-minuten-info/)

Während der Urangehalt unseres Leitungswassers zumindest gesetzlich reguliert ist und streng kontrolliert wird, sind die Abfüller von Mineral- und Quellwassern hingegen nicht zur Einhaltung von Höchstmengen des toxischen Schwermetalls verpflichtet. Die hierfür zuständige gesetzliche Mineral- und Tafelwasserverordnung sieht lediglich für die Deklaration „für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet“ eine verpflichtende Einhaltung der als sicher geltenden Höchstmenge von 2 Mikrogramm Uran pro Liter vor, nach oben hin gibt es für Mineral- und Tafelwasser aber keine allgemeingültigen gesetzlichen Urangrenzen.

Das Problem: Da handelsübliche sogenannte „Mineralwasser“, anders als unser Leitungswasser, keinerlei Filtrations- oder Aufbereitungsprozessen unterzogen werden dürfen, sondern direkt an der Quelle abgefüllt werden müssen, kann der jeweilige Urangehalt von natürlichen Mineralwassern sehr unterschiedlich ausfallen, je nach Geologie der Quellregion und Düngesituation der umliegenden landwirtschaftlichen Flächen. Eine Deklaration des Urangehaltes auf dem Flaschenetikett ist nicht vorgeschrieben, so dass der Verbraucher letztendlich nur hoffen kann, dass das in seiner Flasche befindliche Wasser auf dem Weg zur Quelle nicht allzu viel Uran aufnehmen konnte …

Gern prüfen wir individuell für Sie den Urangehalt Ihres Mineralwassers, Ihres Tafelwassers oder Heilwassers und beraten Sie zu möglichen Alternativen und der Qualität Ihres Leitungswassers.

Zamann – Ihr kompetenter Ansprechpartner für Trinkwasser im Raum Lampertheim.