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Arzneimittelrückstände im Trinkwasser: Medikamente aus dem Wasserhahn?

Arzneimittelrückstände und Medikamente belasten das Trinkwasser

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Arzneimittelrückstände im Trinkwasser:

Medikamente aus dem Wasserhahn?

Immer häufiger schlagen die Fachleute Alarm: in unserem Trinkwasser befinden sich viel zu hohe Mengen von Arzneimttelrückständen. Ursache hierfür sind nicht nur Antibiotika, Antibabybille, Viagra und Co., die über den Urin ausgeschieden werden und so ins Abwasser und schliesslich in die Klärwerke gelangen, viele Haushalte entsorgen auch abgelaufene Medikamente nicht, wie vorgeschrieben, über die Apotheken oder den Restmüll, sondern werfen und kippen nicht mehr verwendbare oder benötigte Arzneimittel in den Ausguss bzw. in die Toilette.

Problematisch ist dies vor allem insofern, als zum einen bei Analysen nur diejenigen Fremdstoffe im Trinkwasser gefunden werden können, nach denen auch gezielt gesucht wird, zum anderen, dass die Klärwerke nur bedingt in der Lage sind, die erfassten Arzneimittelrückstände mit den derzeit zur Verfügung stehenden Technologien tatsächlich vollständig herauszufiltern.

Auch der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung, die über die Fäkalien in das Grundwasser gelangen, stellt ein nicht unerhebliches Problem für den Menschen dar. Denn die Auswirkungen in Form von steigenden Zahlen antibiotikaresistenter Bakterienstämme, die sich in Umwelt und Kläranlagen schnell vermehren über Weideflächen, Oberflächengewässer und Leitungswasser, sowie die ausgeschiedenen Antibiotikarückstände selbst, die über das Grund- und Trinkwasser in Spuren zurück in den Körper von Mensch und Tier gelangen, gefährden den Erfolg unter Umständen lebensrettender Antibiotikatherapien, und fördern die Ausbreitung nur schwer therapierbarer bakterieller Infektionen.

Doch nicht nur Antibiotika und Hormone gelangen über das Trinkwasser unbemerkt in unsere Körper, auch freiverkäufliche und rezeptpflichtige Wirkstoffe wie Diclofenac und Ibuprofen, Carbamazepin, Roxithromycin und Sulfamethoxazol sowie Meto­prolol und Sotalol wurden in fliessenden und stehenden Gewässern gefunden, genauso wie in Grund- und Leitungswasser, so berichtete u.a. die Pharmazeutische Zeitung (vgl. http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=40244).

Noch ist keine Panik angesagt, denn alle gemessenen Werte befinden sich noch in verschwindend geringen, als unbedenklich geltenden Bereichen. Dennoch gilt es, wachsam und vorsichtig zu sein, vor allem bei der Einnahme und Entsorgung von Medikamenten, denn die Leidtragenden sind vor allem unsere Säuglinge und kleinen Kinder, die die Medikamentenrückstände über die Nahrung zugeführt bekommen und die Kranken, deren Leben von dem Erfolg einer Antibiotikatherapie abhängt.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema „Arzneimittelrückstände im Trinkwasser“ oder möchten Sie Sicherheit und interessieren sich für eine Analyse Ihres Leitungswassers? Sprechen Sie uns an: Das kompetente Team von Zamann steht Ihnen gern zur Verfügung und berät und informiert Sie fachkundig zu diesen und weiteren Fragen.